Sportschützenkaiser 

amtierendes Sportschützenkaiserpaar des Schützenvereins

Wiescherhöfen-Lohauserholz 1838 e.V.

2016 Sportschütenkaiserpaar Oliver und Karin Bräuer
2016 Sportschütenkaiserpaar Oliver und Karin Bräuer
2012 Erstes Sportschützenkaiserpaar Klaus-Dieter und Mechthild Kamann
2012 Erstes Sportschützenkaiserpaar Klaus-Dieter und Mechthild Kamann

Die Sportschützen feierten im Jahr 2012 ihr 75-jähriges Bestehen. Aufgrund dessen wurde das erste Kaiserschießen ins Leben gerufen. Alle anwesenden ehemaligen Sportschützenkönige schossen den ersten Vereinskaiser aus.

Festrede zum 75jährigen Bestehen der Sportschützenabteilung


Aus Anlass des 75-jährigen Bestehens der Sportschützen Abteilung Lohauserholz wurde dieser Rückblick verfasst. Da es zum 50-jährigen Jubiläum im Jahre 1987 bereits eine ausführliche Chronik gibt, an dieser Stelle nur ein paar Stichpunkte aus dem damaligen Festbericht und einen Blick auf die letzten 25 Jahre von 1987 bis 2012.

 

Im Jahre 1937 nahm Ernst Haselhoff mit drei weiteren Vereinsmitgliedern am Ausbildungslehrgang für Sportschützen teil. Fritz Vollmar verkündete als erster Schießwart in der Schützenversammlung vom 18. März 1938 die Gründung der Schießgruppe.

Die ersten Vereinsmeisterschaften wurden im Mai 1938 durchgeführt. Ein eigener Schießstand entstand neben dem damaligen Sportplatz Lohauserholz, heute Stadionstraße.

Bereits 1939 konnte Lohauserholz die Kreismeisterschaft gewinnen. Bis ins Kriegsjahr 1943 ist ein aktiver Schießbetrieb dokumentiert. Nach Kriegsende  fand erst im Jahr 1950 das erste Vogelschießen des Schützenvereins statt.

Die weiteren Jahre verliefen ruhig bei den Sportschützen. In der Versammlung vom 26. Mai 1962 wurde der Beitritt zum Hammer Stadtverband beschlossen. Unter der Leitung des 1. Schießwartes Karl-Heinz Stichtmann wurden in den folgenden Jahren regelmäßige Trainingsschießen abgehalten.

1969 übernahm Albert Böker die Leitung der Schießgruppe und kümmerte sich verstärkt um die Jugendarbeit.  Einen ersten Erfolg erzielte man im Jahr 1972 mit dem Gewinn der Jugend-stadtmeisterschaft. Nach 10 Jahren übergab Albert Böker 1979 die Leitung der Abteilung an Günther Schönbeck, der jedoch plötzlich und unerwartet bereits ein Jahr später verstarb.

Die Sportschützenversammlung von 1980 wählte Ortwin Preugschas zum 1. Schießwart, der dann 1983 das Königschießen der Abteilung einführte.

Im Jubiläumsjahr 1987 bestand die Sportschützenabteilung aus 41 Mitgliedern. Am 7. November 1987 fand der Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Sportschützen mit vielen Gästen, Freunden und Gönnern im Vereinslokal „Alt Hölzken“ (Böckmann) statt. Der gemeinsam von Ortwin Preugschas und Sieglinge und Uwe Dreihaus verfasste Jubiläumsbericht wurde im Veranstaltungsprogramm vorgetragen. Er diente gleichzeitig als Bericht  der Sportschützen in der Festschrift zum 150-jährigen Bestehendes Hauptvereins im Jahr 1988.Als Sieger des Jubiläumspokalschießens mit 12 Mannschaften und 85 Einzelschützen aus dem Stadtverband konnten die Sportschützen Nordenfeldmark geehrt werden.

Am 31. Juli 1988 wurde das langjährige Vereinslokal Böckmann endgültig geschlossen und der Trainingsbetrieb, der kurzfristig noch zum Nachbarverein Westenfeldmark verlagert worden war, eingestellt. Aus diesem Grund fand am 16. Oktober 1988 eine außerordentliche Versammlung statt.

Da kein Schießstand mehr vorhanden war, wurde der Beschluss gefasst das aktive Schiessen einzustellen. Der letzte Wettkampf wurde dann im Sommer 1989 geschossen und danach alle Mannschaften abgemeldet.   Man einigte sich darauf, einen Treffpunkt zum Klönen und gelegentlichem Kegeln in der Gaststätte Berkemann einzurichten.

Das Jahr 1988 kann sicherlich als ein Tiefpunkt in der Geschichte derSportschützen angesehen werden. Trotzdem standen in diesem Jahr aber die 4. Fahrradrallye undein Ausflug in den Panoramapark auf dem Kalender.

Da sich nach dem Jubelfest des Hauptvereines 1988 auch die Avantgarde auflöste, übernahmen die Sportschützen mit einigen Altgardisten beim Schützenfest 1989 einmalig die bereits organisierte Bewirtung der Avantgardenlaube.

Auch der „Maigang“ wurde von der Avantgarde übernommen und endete 1990 mit dem grün-weißen Schützenwagen von Otto Kopelke erstmals im Garten der Familie Oesterhaus in Wiescherhöfen.  Dieser Wanderpausentreff wurde bis ins Jahr 1996 zur Tradition. Ebenfalls 1990 nahmen die Sportschützen zum 3. Mal erfolgreich am 24-Stunden-Schwimmen teil und feierten ihren 2. Platz und die Medaillen beim Herbstfest im Keller von Bernd und Luise Grundmeyer.

Eine traurige Nachricht erreichte die Abteilung im Jahr 1992. Der Ehrenschießwart Albert Böker, 1. Schießwart von 1969 – 1979, verstarb am 21. Dezember. Seine Beerdigung fand am Heiligen Abend mit einer Ehrenwache unter großer Anteilnahme der Sportschützen statt.

In einer außerordentlichen Versammlung am 16. April 1994 übernahm Peter Vaihinger das Amt des 1. Schießwartes von Ortwin Preugschas.  Zur Wiedereröffnung der Gaststätte Berkemann wurde am 18. Juli 1994 ein Pokalschießen mit einem Lasergewehr im Saal veranstaltet. Allen Sportschützen war allerdings klar, dass dies kein Ersatz für einen  Luftgewehrschießstand sein konnte.

Die Sportschützenversammlung vom 18. Dezember 1994 ernannte Ortwin Preugschas, der seit 1980 die Abteilung geleitet hatte, als Anerkennung für seine geleistete Arbeit ,zum Ehrenschießwart.

In der Schützensaison 1995 gab es ein Novum beim Schießen um die Königswürde. Der Schützenbruder Karl Oesterhaus errang gleich zwei Titel, den des Spoprtschützenkönigs im Juni und den des Vereinskönigs im Juli. Im Sommer 1996verstarb der ehemalige König Karl Oesterhaus. Somit endete auch der Maigang nicht mehr in Wiescherhöfen, sondern beim jeweiligen Königspaar im Dorf.

1997nahmen die Sportschützen Lohauserholzam Jubiläumsschießen und an der Vereinsheim-eröffnung der Sportschützen Süden teil.

Am 21. Mai 1998 wurde der Abteilungskönig zum letzten Mal in der Gaststätte Holtschulte ermittelt.  Seit 1985 konnten die Sportschützen dort auf dem Schießstand nach einer Planwagenfahrt den neuen Abteilungskönig ausschießen.

Ab 1996 errichtete die Vereinsgemeinschaft Lohauserholz ein Vereinsheim auf dem Gelände an der Martinstraße. Zum Tanz in den Mai 1999 wurde es offiziell in Betrieb genommen. Zahlreiche Sportschützen haben sich während der Bauphase an der Errichtung beteiligt und als Helfer zur Verfügung gestellt. Mit einem Schützeneröffnungsabend im Vereinsheim am 7. Mai 1999 begann auch der Neustart einer aktiven Sportschützenabteilung.

Das erste Abteilungskönigsschießen auf dem Vereinsplatz fand nach einer letzten Planwagenfahrt am 13. Mai 1999 statt. In der Versammlung am 27. Juni 1999 wurden von den verbliebenen 27 Sport-schützen die Wiederaufnahme des aktiven Schießbetriebes und die Wiederanmeldung zu den Wettkämpfen im Stadtverband beschlossen. Außerdem beschloss die Versammlung ,ab dem Jahr 2000 wieder zwei Versammlungen durchzuführen, da es mit Beginn des Trainings- und Wettkampfbetriebes deutlich mehr Abstimmungsbedarf geben werde. Es dauerte allerdings noch einige Monate bis alle Einrichtungen für den Trainingsbetrieb im Vereinsheim installiert waren und die Schießgenehmigung vorlag. Am 29. August 1999, nach dem ersten Wettkampf seit 11 Jahren, gab es einen zünftigen Eröffnungsfrühschoppen aller Sportschützen und Aufbauhelfer. Ein besonderer Dank ging an Hartmuth Rothe sowie Manfred und Maik Redeker.

Mit  drei Mannschaften starteten die Sportschützen in der untersten Klasse des Stadtverbandes in die Schießsaison und arbeiteten sich in den folgenden Jahren wieder bis zur A-Klasse vor. Um die teilnehmenden Mannschaften des Stadtverbandes kennenzulernen und die neuen Sportschützen Lohauserholz  vorzustellen, gab es vom 4. bis 8. Oktober 1999 ein Eröffnungspokalschießen, aus dem die Sportschützen Westenfeldmark als Sieger hervorgingen.

Die Mitgliederzahl der Abteilung stieg mit dem Neubeginn sprunghaft an. Viele der ehemaligen aktiven Sportschützen fanden sich im Laufe der ersten Jahre wieder zum Training ein.

Erstmalig wurde am 28. Oktober 2000 auf dem Schießstand in Lerche ein Tontaubenschießen durchgeführt. Bis zur Schließung des Schießplatzes 2010 fanden dort einige tolle Wettkämpfe und Schießübungen mit dem Jagdgewehr statt.

Ab dem Jahr 2002 wurde intern für die Sportschützen das sogenannte Ranglistenschießen zur Verstärkung der Trainingsaktivitäten eingeführt und jährlich ein Gewinner bei der Jugend und den Seniorenermittelt.

Ein Highlight für die Sportschützen war vom 10. bis 15. März 2003 die Ausrichtung der Seniorenstadtmeisterschaft mit 248 Schützen innerhalb einer Woche. Dank einer perfekten Organisation und vielen fleißigen Helfern konnten die Sportschützen mit der Durchführung und den Ergebnissen der Schützen sehr zufrieden sein.

Mit Beginn des aktiven Sportschützenlebens entwickelte sich auch eine gute Freundschaft zum Nachbarverein in Berge. Nach einigen Gesprächen der Vorstände zur Organisation konnte am 14. November 2003 ein erstes Vergleichsschießen der beiden Sportschützenabteilungen mit gemütlichem Abschluss in Lohauserholz stattfinden.

Neben den Stadtmeisterschaften der Senioren 2003 richteten die Sportschützen Lohauserholz im April 2004 die Stadtmeisterschaften der Schüler und Jugend mit fast 90 Schützen aus. Auch hier waren die Schützen und Helfer zufrieden mit den erzielten Ergebnissen.

Das Jahr 2005 ist leider mit zwei traurigen Nachrichten verbunden. Direkt zum Jahresbeginn, am 18. Januar, verstarb im Alter von 85 Jahren der langjährige 1. Schießwart Karl-Heinz Stichtmann, der die Sportschützen seinerzeit in den Stadtverband integriert hatte.Nur kurze Zeit später, am 4. Februar, verstarb auch Karl-Heinz Oesterhaus, der Abteilungskönig aus dem Jahr 1987. Positiv zu berichten aus dem Jahr 2005 bleibt die Teilnahme am Pokalschießen aus Anlass des 50-jährigen Bestehens des Stadtverbandes Hamm und der anschließenden Jubiläumsfeier im Westenschützenhof.

Aufgrund der weiter steigenden aktiven Mitgliederzahl wurde 2006 erstmalig eine Trainingsbuch-führerin zur Unterstützung des Vorstandes und der Jugendbetreuer gewählt. Ende 2007 wurde erstmals eine Mitgliederzahl von 100 aktiven und passiven Sportschützen erreicht.

Beim Abteilungskönigsschießen am 22. Juni 2008 konnten die Sportschützen ihr erstes 25-jähriges Jubelkönigspaar Ortwin Preugschas und Sieglinde Hoen, geb. Dreihaus, begrüßen und ehren. Nach dem traditionellen Kaffee trinken spendierte das Jubelkönigspaar zur Erinnerung Kugelschreiber mit speziellem Jubiläumsaufdruck für die Sportschützen. Leider konnte sich der Jubelkönig Ortwin nicht lange über diesen Titel freuen, denn am 22. November 2008 verstarb er im Alter von 71 Jahren. Er hatte die Sportschützenabteilung 14 Jahre lang ,von 1980 – 1994, durch schwierige Zeiten geleitet.Vor allem die Jugendarbeit lag ihm immer am Herzen. Auch in seiner Zeit als Ehrenschießwart konnten die Senioren in der Weihnachtsversammlung immer mit seiner Unterstützung rechnen.

In der Versammlung am 20. Dezember 2009 wurde beschlossen, die Vorstandswahlen aufgrund des bevorstehenden Jubiläums der Sportschützen ins kommende Jahr zu verschieben und die Ämter dann für zwei Jahre bis nach den Feierlichkeiten zu besetzen.

Die Vorstandswahlen am 27. März 2010 ergaben im Vorstand die Kontinuität der Ämter des 1. Schießwartes Peter Vaihinger, des 1. Kassierers Roland Kopelke und des 1. Schriftführers Uwe Dreihaus.

Nach über 20 Jahren als 1. Kassierer (1980 – 2001) und acht Jahren als 2. Schießwart (2002 – 2010) wurde Willi Hustadt in der Versammlung vom 19. Dezember 2010 auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand verabschiedet.

Die Sportschützenabteilung besteht im Jubiläumsjahr aus  104 Mitgliedern, davon sind 93 Senioren und 11 Jugendliche gemeldet.

Sicherlich sind in diesem Bericht einige Begebenheiten und Veranstaltungen unerwähnt geblieben. Als Stichworte seien genannt die vielen Pokalschießen, Wettkämpfe, Vergleichsschießen, Hochzeiten und Ausflüge an den die Sportschützen teilgenommen haben.